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Technik

Die Geislinger Steige – eine ingenieurstechnische Meisterleistung

 

Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1850 gilt der Streckenabschnitt als ingenieurstechnische Meisterleistung und wurde bis heute kaum verändert. Zunächst für nicht umsetzbar gehalten, entwickelten die beiden Bauingenieure Wilhelm Pressel und Michael Knoll die Pläne für den Bau des Albaufstiegs. Dabei musste auf einer Strecke von weniger als 6 Kilometern mit sehr engen Kurven ein Höhenunterschied von 112 Metern überwunden und durch etliche spektakuläre Sprengungen der Weg durch die Felsen gebahnt werden.

 

Der Bau wuInfo-Tafeln_012rde mit Hilfe von 5.000 bis 10.000 Arbeitern innerhalb von nur fünf Jahren realisiert, dabei überstieg die Zahl der Beschäftigten, die zu einem großen Teil aus den Waldgebieten nördlich der Rems kamen, bei weitem die Zahl der Einwohner Geislingens zu dieser Zeit.

Da die Zugkraft damaliger Lokomotiven für die Steigung nicht ausreichte, wurde in der Maschinenfabrik Esslingen eigens die Alb-C-Lokomotive gebaut. Um insbesondere schwere Gütertransporte, aber auch längere Personenzüge auf die Alb zu bringen, mussten zusätzlich Schublokomotiven ab Geislingen eingesetzt werden. Das heißt, eine zweite Lok wurde an das Zugende gekuppelt, welche den Zug bei der Bergfahrt anschob. Trotz immer weiterer Fortschritte im Eisenbahnbau sind auch heute noch Schubloks an der Geislinger Steige im Einsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

Literatur:

Stadtarchiv Geislingen an der Steige und Kunst- und Geschichtsverein (Hrsg.: 2000): Die Geislinger Steige – ein schwäbisches Jahrhundertbauwerk, 150 Jahre Eisenbahngeschichte, Band 16, Geislingen an der Steige.

Bernhard Stille, Filsthalbahn und Alpüberquerung, Geislingen 198